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 Betreff des Beitrags: Anwendungsschwierigkeiten: Härteskala nach Mohs
BeitragVerfasst: Di 9. Jan 2018, 17:20 
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Di 9. Jan 2018, 16:56
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Schönen guten Tag,

ich bin neu hier im Forum und hoffe, dass sich dieser Beitrag an bestehende Richtlinien hält.

Ich habe kürzlich eine große Härteskala nach Mohs geschenkt bekommen, da ich mich im Rahmen meines Studiums auf das Modul "Mineral- und Gesteinsbestimmung" vorbereiten möchte. Wie der Titel es bereits vermuten lässt, habe ich Probleme bei der Anwendung.

Wenn ich ein relativ "weiches" Mineral mit einem relativ "harten" Mineral (so z.B. Calcit mit Quarz) ritze, so erkenne ich deutliche Kratzer auf dem weicheren Mineral und kann leicht bestimmen, welches der beiden das härtere ist.
Anders verhält es sich bei Mineralen, die sich in der Härte nicht so extrem unterscheiden. Versuche ich so zum Beispiel Apatit (Härte 5) mit Feldspat (Härte 6) zu ritzen, so fällt es mir extrem schwer - auch unter Zuhilfenahme einer Lupe mit fünffacher Vergrößerung - irgendwelche Kratzer oder Ritzspuren zu erkennen. Alles, was ich nach dem Ritzen ausmachen kann, ist ein weißes Pulver, von dem ich das Ursprungsmineral nicht bestimmen kann. Wenn ich dieses Pulver nun mit dem angeleckten Finger wegwische, so sehe ich einfach keine Kratzer.

Mache ich irgendetwas falsch? Ich würde mich über Anregungen und Tipps sehr freuen.

Viele Grüße,

Alex


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 Betreff des Beitrags: Re: Anwendungsschwierigkeiten: Härteskala nach Mohs
BeitragVerfasst: Di 9. Jan 2018, 22:15 
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Willkommen im Forum!

Die Härteskala ist EIN Feature, um Mineralien zu bestimmen. Es klappt halt mal besser und mal schlechter, wie du ja schon schriebst.

Grundsätzlich ist diese Härteskala (Mohs 1822) nur bedingt wissenschaftlich, da sie zwar härter - weicher im Grunde darstellt, aber keine Isoabstände widerspiegelt. " Die Härteunterschiede zwischen den einzelnen Referenzmineralen sind nicht linear. Die Mohs-Skala ist eine relative Härteskala. Später wurden weitere Skalen entwickelt, die die absolute Härte darstellen: Die Skala von Rosiwal z.B. gibt den Schleifaufwand wider ("Schleifhärte"), die Skala von Vickers (Flugzeugbaufirma) stellt die Eindrücktiefe in einen Stoff dar. Wenn nichts anderes erwähnt wird, ist bei Edelsteinen auf allen Märkten stets die Mohshärte gemeint." WIKI

sowie http://www.realgems.org/mohs_de.html
Hier werden noch weitere Ritz-Möglichkeiten genannt, vielleicht funktioniert eine davon besser?!


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 Betreff des Beitrags: Re: Anwendungsschwierigkeiten: Härteskala nach Mohs
BeitragVerfasst: Di 9. Jan 2018, 23:40 
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Di 9. Jan 2018, 16:56
Beiträge: 2
Vielen Dank für die Antwort und den Link.

Die Information über die Ritzprobe mit dem Messer und der Stahlfeile ist sehr interessant, da meine Härsteskala diese beiden Werkzeuge beinhaltet. Damit lassen sich bestimmte Minerale wirklich besser und vor allen gezielter ritzen.

Von uns wird jedoch verlangt, dass wir beim Bestimmungstestat die von uns ermittelte Mohshärte angeben. Dafür sollen wir die Härteskala nutzen. Es geht den Professoren vorrangig darum, Eigenschaften zu erkennen und zu benennen. Für die letztendliche Benennung des Minerals bzw. Gesteins gibt es nur relativ wenig Punkte. Hinzu kommt, dass wir auch bei Gesteinen, also Mineralaggregaten, den jeweils vorkommenen Mineralen eine Mohshärte zuordnen sollen. Wir sollen also auch in der Lage sein, einzelne und teils sehr kleine Körner zu ritzen. Da mir das jedoch schon bei großen Mineralproben manchmal schwer fällt, muss ich wohl noch eine Weile üben.

Über weitere Vorschläge aus der Praxis würde ich mich freuen. Ich dachte da an Punkte wie Lichtverhältnisse, besonders geeignete Stellen zum ritzen oder Tipps um herauszufinden, von welchem der beiden benutzten Minerale letztendlich das entstandene Pulver stammt.


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