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 Betreff des Beitrags: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Do 25. Apr 2019, 14:06 
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newbie
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Hallo zusammen,
bin zwar kompletter Laie aber dennoch faszieneren mich seit langem richtig alte Steine :D je älter desto faszinierender!
Jetzt googel ich schon sein Langem und finde keine Antwort, wo ich denn richtig alte Steine finde.
Das älteste auf der Erde gefundene Gestein oder Mineral ist je ein Zirkon mit über 4 Mrd Jahren Alter!
Sowas mal in der Hand zu halten wäre ein Traum!

Könnt Ihr mir was empfehlen? Vielleicht ein Gebirge das richtig alt ist? Ich wohne in Düsseldorf, kann auch Abstecher nach Holland/Belgien unternehmen.
Oder kann man so etwas kaufen? Ich finde nur Bücher wenn ich danach google.

Danke im Voraus!


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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Fr 26. Apr 2019, 14:50 
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master of desaster
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Also Holland und Belgien sind die falsche Richtung. Erkundige dich besser mal zum Schwarzwald, Harz oder Erzgebirge. Hier kann man das kristalline Grundgebirge an der Erdoberfläche bestaunen. An 4 Mrd Jahre reicht es aber nicht heran.


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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Mo 29. Apr 2019, 09:30 
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https://landkartenindex.blogspot.com/20 ... e-von.html

hier sehe ich dass östlich, garnicht weit von Düsseldorf bereits mit Devon in Verbindung gebrachte Gegend anfängt. Das wäre ca. 420–360 Millionen Jahre alt.

Ist das also wo ich die ätesten Steine an der Oberfläche finde? Gerade im Vergleich zu dem was Du Mathias vorschlägst (Harz, Schwrazwald, Erzgebirge)?


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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Mo 29. Apr 2019, 19:37 
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master of desaster
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Gestein mit Mineralen lassen sich am Bestem in den kristallinen Gesteinen finden. Das reine Alter sagt nichts über die Art des Gesteins un dessen Inhalt aus.
Interessant sind auch metamorphe Serien, die sind in Deutschland aber nicht so häufig vertreten. Schon gar nicht im Westen. Dein angesprochenes Gebiet liegt im Remscheider Sattel und besteht aus ordovizischen Schiefern die dort an einigen Stellen zu finden sind.
Gruss,
Helge

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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Di 30. Apr 2019, 10:21 
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was ist denn mit dem mit braun markiertem Bereich auf der Karte, die ich verlinkt hab?
Verstehe ich da was falsch?


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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: So 5. Mai 2019, 20:17 
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soft-rocker
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Gesteine aus dem Devon sind zum Beispiel die Schieferplatten auf den Dächern z.B. im Sauerland, im Hunsrück und Westerwald. Um 370-400 Mio. Jahre alt. Ein Alltagsartikel. :)
Älter wirds in D höchstens in den angesprochenen kristallinen Gebirgen, vielleicht nochmal 50-100 Mio. Jahre drauf. Aber um die vom "blutjungen" Sedimentgestein daneben unterscheiden zu können braucht's schon genauere Recherche.

Älter wirds in Deutschland und Westeuropa nicht.


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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Di 7. Mai 2019, 07:54 
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master of desaster
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jungeMann hat geschrieben:
was ist denn mit dem mit braun markiertem Bereich auf der Karte, die ich verlinkt hab?
Verstehe ich da was falsch?

Der braune Bereich sind die devonischen Serien. Interessant für Dich sind die dunkelgrünen Bereiche des Prädevons. Sie sind hauptsächlich im Osten, z.B. dem Erzgebirge, zu finden.
Gruss,
Helge

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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Mi 8. Mai 2019, 21:50 
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soft-rocker
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Hallo,

das eigentliche Problem ist, dass das Alter nicht dransteht. Bei Sedimentgesteinen kann der sehr versierte Laie, der sich mit Fossilien auskennt, noch eine ungefähre Altersbestimmung vornehmen, aber bei z.B. Granit steht man auf dem Schlauche. Hier in der Gegend stehen viele Findlinge herum, die sind alle 160000Jahre alt (Saale-Eiszeit, so steht es in den manchmal nebenstehenden Beschreibungen), wie alt die wirklich sind, verrät keiner und wird man als Nicht-Mineraloge auch nicht erfahren.

Gruß Lias


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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Mo 27. Mai 2019, 07:35 
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stephan hat geschrieben:
Gesteine aus dem Devon sind zum Beispiel die Schieferplatten auf den Dächern z.B. im Sauerland, im Hunsrück und Westerwald. Um 370-400 Mio. Jahre alt. Ein Alltagsartikel. :)
Älter wirds in D höchstens in den angesprochenen kristallinen Gebirgen, vielleicht nochmal 50-100 Mio. Jahre drauf. Aber um die vom "blutjungen" Sedimentgestein daneben unterscheiden zu können braucht's schon genauere Recherche.

Älter wirds in Deutschland und Westeuropa nicht.


Na ja, außer Schottland.


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 Betreff des Beitrags: Re: Älteste Steine/Minerale in Deutschland?
BeitragVerfasst: Di 23. Jul 2019, 10:52 
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Hallo jungMann, ich glabe, zu den ältesten Gesteinen kann ich Dir weiterhelfen. In Deutschland wirst Du keine Gesteine finden, die die 1 Mrd-Jahre Grenze erreichen, wobei nicht 100%ig sicher ist, daß durch wissenschaftliche Erkenntnisse bestimmte Gesteine als äter als gegenwärtig angesehen eingestuft werden müssen. Gesteine des Jungproterozoikums, als alle, was älter ist als Kambrium findet Du in fast allen Mittelgebirgsregionen Deutschlands. Aus dem hut fallen mir da die Gneise von Brotterode-Bad Liebenstein und des fränkisch-thüringischen Schiefergebirges ein. Ansonsten noch Schwarzwald, Harz (Eckergneis, Wippraer Zone), Spessart, Schwarzwald, Erzgebirge, Lausitz ein. Besorge Dir mal die Geologischen Übersichtskarten dieser Regionen. Da findest du in der Legende auch was zum wahrscheinlicbhen Alter.
Außerhalb deutschlnds wäre noch, wie Mullagan schon schrieb, Schottland zu nennen. Dort sind es die Gesteine des Dalradian (Gneise), Torridonian (Sandsteine) und des Lewisian, wobei Letztere bis knapp unter die 3 Mrd Jahre-Grenze kommen. Diese Gesteine findest Du im NW von SCO. Als Gesteinssammler mit Schwerpunkt Thüringen, Großbritannien und Skandinavien war ich mehrfach dort und habe einige hundert Muster aus UK, davon viel eben aus NW-SCO. Weiterhin wäre noch zu nennen N-Karelien, Kola-H.I. und NO Norwegen. Auch dort war ich geologisch unterwegs und habe zahlreiche Muster mitgebracht. Diese Gesteine reichen ebenfalls bis Nahe die 3 Mrd Jahre heran, auf der Kola-H.I. m.W. auch bis 3 Mrd. Jahre.
Was den erwähnten Zirkon betrifft, würdest du entäuscht sein, wenn Du ihn siehst. Ein winziger Kristall, der in der Zeit der Bildung fester Erdkrusten entstand und aufgrund seiner Widerstandsfähigkeit in seinem Muttergestein erhalten blieb. Es kann auch sein, daß er bei der Verwitterung des Muttergesteins wieder in Sedimente eingebettet wurde, die durch mehrfache Druck-Temperatur-Überprägung und partielle Aufschmelzung nicht mehr als solche erkennbar sind. Im Erzgebirge wurden vor etlichen Jahren in Gesteinen der Seidenbach-Talsperre b. Forchheim Mikrodiamanten entdeckt. nur mit dem Mikroskop sichtbar und anhand Kratzspuren im Nebengestein beim Schleifen identifiziert (siehe Bautsch & Masonne). Das führte ebenfalls zu einer Neubewertung des Alters und der Entstehung dieser Gesteine. Diese müssen aus Tiefen von deutlich mehr als 100 km Tiefe stammen.


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