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 Betreff des Beitrags: Kalkstein, Biomikrit u.a. Begriffe - Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: So 18. Feb 2018, 10:50 
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newbie
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So 18. Feb 2018, 10:38
Beiträge: 3
Hi,
ich erarbeitet gerade für die Schule einen Vortrag und bekomme fast die Krise.
Es handelt sich dabei um folgende Gesteine:


Kalkstein

Kalksteinkreide
Biomikrit
Dolomitkalkstein
Dolomit
weißer Kalkarenit

Kann es sein, dass es sich hierbei um Arten bzw. Gattungen vom Kalkstein handelt oder sind diese Gesteine was komplett anderes?

Google hilft da nicht wirklich weiter, da ich zum Teil nicht einmal die Begriffe wie u.a. Biomikrit finde.



Und als wenn das nicht genug wäre, dann habe ich noch eine Frage zum Vergleich Kalkstein - Sandstein.
Ist meine Annahme richtig, dass Sandstein fester bzw. stabiler als Kalkstein ist?
Und das Sandstein schlechter Wasser speichert als Kalkstein?
Und das man Kalkstein schlechter bearbeiten kann als Sandstein (Steinmetzarbeiten oder ähnliches in der Kunst)?

Vielen Dank und noch ein angenehmes Wochenende


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 Betreff des Beitrags: Re: Kalkstein, Biomikrit u.a. Begriffe - Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: Mi 21. Feb 2018, 20:58 
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Di 1. Feb 2011, 09:07
Beiträge: 156
Wohnort: Karlsruhe
liane hat geschrieben:
Kalkstein

Kalksteinkreide
Biomikrit
Dolomitkalkstein
Dolomit
weißer Kalkarenit


Kalkstein = Gestein aus Kalk (CaCO3), Calcit oder Aragonit
Biomikrit = Bioklasten (Muschelschalenreste und ähnliches) in feinkörniger Matrix bzw. Zement
Dolomit = hat neben Ca noch Mg eingebaut
Dolomitkalkstein kenne ich als Begriff nicht. Vielleicht eine Mischung aus Dolomit und klassischen Kalkgesteinen
weißer Kalkarenit = weißer Kalkstein mit Größe der Komponenten zwischen 0,063 und 2 mm (äquivalent zur Sandkorngröße bei Sandsteinen)

liane hat geschrieben:
Google hilft da nicht wirklich weiter, da ich zum Teil nicht einmal die Begriffe wie u.a. Biomikrit finde.


Bei mir spuckt Google zu allen Begriffen etwas aus. Bei Biomikrit führt mich gleich der erste Link zum "Lexikon der Geowissenschaften".

liane hat geschrieben:
Und als wenn das nicht genug wäre, dann habe ich noch eine Frage zum Vergleich Kalkstein - Sandstein.
Ist meine Annahme richtig, dass Sandstein fester bzw. stabiler als Kalkstein ist?
Und das Sandstein schlechter Wasser speichert als Kalkstein?
Und das man Kalkstein schlechter bearbeiten kann als Sandstein (Steinmetzarbeiten oder ähnliches in der Kunst)?


Das alles trifft so pauschal keineswegs zu. Es gibt all diese Gesteine in völlig unterschiedlichen Festigkeiten und Porositäten.


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 Betreff des Beitrags: Re: Kalkstein, Biomikrit u.a. Begriffe - Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: Mi 21. Feb 2018, 21:43 
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Mi 26. Jul 2006, 10:02
Beiträge: 1081
Wohnort: Eifel (Zentrum)
Sandstein ist ein klastisches Sediment, Kalke sind zu 90% biogen aufgebaut.
Bezüglich der Wasserführung: Sandstein kann relativ schnell Wasser aufnehmen, gibt es aber auch schnell ab.
In Kalkstein lässt sich auch Wasser einlagern. Dies löst den Kalk und es enstehen die calziumreichen Mineralwässer (z.B. Gerolsteiner)
Bei der Festigkeit kommt es darauf an ob beim Sandstein die einzelnen Körner untereinander verfestigt sind. --> Quarzit
Bei Kalken hängt es davon ab viele biogene Komponenten oder Fremdpartikel darin sind --> Mergel
Willkommen im Forum.
Gruss,
Helge


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 Betreff des Beitrags: Re: Kalkstein, Biomikrit u.a. Begriffe - Bitte um Hilfe
BeitragVerfasst: Sa 24. Feb 2018, 23:06 
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Sa 7. Nov 2009, 21:26
Beiträge: 316
Kalkstein kann sehr hohe Festigkeiten erreichen. Die Cycloides-Bank im Oberen Muschelkalk Thüringens (Mächtigkeit 0 - 70 cm) kann die Festigkeit von Granit erreichen.
Bei Sandstein kommt die Festigkeit und vor allem die Witterungsbeständigkeit sehr stark vom Bindemittel (Zement) der einzelnen Sandkörner ab. Ist das Bindemittel tonig, sanden sie sehr leicht ab und verwittern leicht. Sind allerdings auch durch Steinmetze leichter zu bearbeiten. Z.B. der Schilfsandstein im Mittl. Keuper Thüringens. Kalkiges Bindemittel gebit schon mehr Festigkeit. Ist aber ebenfalls über die Jahrhunderte, insb. der jüngeren zeit, durch chemische reaktion mit sauren Gasen und Regen in der Atmosphäre anfällig. Am festesten sind Sandsteine, die ein silicatisches Bindemittel, also vor allem Quarz, enthalten. Meist stammt dieses bindemittel aus den sandkörnern selbst, indem Quarzsubstanz mobilisiert wurde und die körner verkittet hat. Wenn dann auch noch die porosität nicht sehr hoch ist und ein großer teil der Kornhohlräume mit den Quarz-Zement ausgefüllt ist, überdauern diese Gesteine locker die Jahrhunderte an Bauwerken (z.B. Kyffhäuser-Denkmal, Seeberger Sandstein, Elbsandstein u.v.a.).


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